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Die Raucherlunge oder COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) 
   
Die Mehrzahl aller COPD Patientinnen und Patienten in Europa und den USA sind Zigarettenraucher oder waren es. Während in asiatischen Ländern Kochen am offenen Feuer ein wichtiger Auslöser für eine COPD ist. Daneben gibt es eine vererbbare Form der COPD, ausgelöst durch den Mangel des Enzymes α1-Antitrypsin, der für 2% aller COPD-Fälle verantwortlich ist. COPD kann nicht geheilt werden, nur die Symptome können gelindert werden. Die Diagnose der COPD ist zeitaufwendig, da sich viele Symptome mit denen des Asthmas überschneiden. Zurzeit ist die COPD in den USA die vierthäufigste Todesursache und die WHO schätzt, dass 2030 die COPD die dritthäufigste Todesursache sein wird. Mehr Information bietet die Web-Seite der WHO (englisch).
   
Die Raucherlunge (COPD) betrifft 20% aller Zigarettenraucher und -raucherinnen in unserer Gesellschaft und hat in 1.5% der Fälle eine genetische Ursache. In anderen Kulturen führt das Einatmen Asche haltiger Luft am Herdfeuer zur COPD. Wie beim Asthma wurde auch für die COPD angenommen, dass die chronische Entzündung auf eine gesteigerte Immunreaktion gegen Bestandteile des Rauches zurückzuführen ist. Die Raucherlunge ist nicht heilbar, nur der Verlauf kann mit Medikamenten verzögert werden. (und die Symptome gemildert?)
   
Neue Erklärungsmodelle:
In den vergangenen 10 Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass es bei der COPD neben der chronischen Entzündung zur Veränderung des Lungengewebes kommt. Diese strukturellen Gewebeveränderungen der Lunge treten bei der COPD in den unteren Atemwegen auf und können als die eigentliche Ursache der Entzündung angesehen werden. Auf dieser Grundlage suchen wir nach neuen Diagnose- und Behandlungsmethoden.